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Es ist Juni. Sommer. Es regnet. Ein feiner Staub fällt aus der Luft herab und verklebt mich im schwülen Dunst des Tages. Ich bin geneigt schwulstige Worte zu tippen. Suche mein Ich. Höre klassische Musik die mir nicht ausreicht, mich zu erfüllen. Ich schreibe die Worte falsch, korrigiere und verliere die Lust an der Arbeit. Einen Song nach dem anderen spule ich vor. Finde wieder etwas und wieder reicht es nicht. Warum schreib ich das auf?
Mein Kopf ist voller Fragen. Statt einfach da zu sein wo ich gerade bin. Hier. In kurzen Sätzen. Stattdessen schreibe ich lange. Ich reise aus, förmlich aus dem Häuschen heraus. Ganz aus dem Häuschen? Will zurückkehren und verstehe mich nicht. Rastlos gier ich, wie Schnittblumen nach Wasser, nach Genuss, immer die Fenster und Türen offen, in alle Richtungen, mit Ohren und Augen giere ich. Als wächst es heran in mir, dass noch nicht ist und hunger hat. Das ich noch nicht kenne. Von dem ich nicht weiß ob ich sein Verhalten unheimlich finde. Dabei ist der Frühling, dieses Austreiben um mich herum schon lange vorbei. Nun ist Sommer. Ich muss langsam sein. Langsam und rastlos. Wie verträgt man das?
Ich komme dahinter, dass die Fragen unnütz scheinen. Alles geht sein Weg, mit Gefühl den Bach hinunter und hoffentlich wieder herauf. Das Blut, der Tag, das Alter. Alles wächst und fällt zusammen, blüht und wird seiner Früchte beraubt. Durch das Leben. Es ist brutal. Ehrlich, geduldig, es wartet mit einem und verlässt einen nicht und weiß, dass alles endet was gerade ist. Es lächelt noch während es sich verändert. Dieses Etwas in mir. Es freut sich schon.